Paul Mandelkow


Hallo!

Mein Name ist Paul Mandelkow und ich bin der Kopf hinter URPOTENZIAL. Da es für ein Miteinander immer schön ist, wenn man etwas von den Hintergründen des anderen weiß, erfährst Du auf dieser Seite wie es zu URPOTENZIAL gekommen ist und welche Stationen oder Lehrer mich in den einzelnen Bereichen beeinflusst haben.

Als Vater von zwei Kindern weiß ich, dass das Leben nicht immer in geraden Bahnen verläuft und der Spagat zwischen Job, Familie, Ich-Zeit und Zeit mit dem Partner nicht immer leicht ist. Routinen kennt man häufig nur vom Hörensagen. Von daher sind mir Realismus und Methodenvielfalt in meinem Angebot ein großes Anliegen. Ebenso möchte ich Grundverständnisse vermitteln, sodass sich jeder in seinem Leben entfalten und das Gelernte umsetzen kann. Ohne in Dogmen zu verfallen oder ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Vielleicht hast Du auch bemerkt, dass es mehrere Social Media-Kanäle von mir gibt. Ich möchte vor allem meine Instagram-Kanäle hervorheben, die ich am meisten pflege. Auf @urpotenzial findest Du Posts rund um die Themen, die URPOTENZIAL ausmachen.

@paul.bewegt zeigt meinen Weg und mein Training. Es ist wichtig diese beiden Kanäle getrennt zu sehen. Gerade im Bereich der Bewegung kann es sein, dass ich dort Bilder und Videos von etwas fortgeschritteneren oder für Dich vielleicht auch extremeren MovNat-Techniken und Adaptionen zeige. Nehme es gerne als Anreiz, aber schließe daraus bitte nicht auf die Gestaltung der Kurse.

Meine Entfaltung


"Was stimmt nicht mit mir?"

Diese Frage kenne gut. Und es hat etwas gedauert bis ich in vielen kleinen Schritten und Erfahrungen gemerkt und akzeptiert habe, das mit mir alles in bester Ordnung ist. Die Umfelder haben nicht gepasst und die Aufgaben oder Tätigkeiten entsprachen nicht meinen Talenten.

Wenn ich mit meiner heutigen Erfahrung zurückschaue, ergibt vieles einen Sinn und ich kann behaupten, mit URPOTENZIAL tief gemäß meiner Potenziale und meiner Talente wirken zu können. Auf meinem Weg hätte ich manchmal gerne in die Zukunft schauen können.

Aber von Anfang an. Irgendwann zwischen Abitur und Zivildienst habe ich mir in den Kopf gesetzt, Architektur zu studieren. Geplant? Eher nicht. Beeinflusst? Indirekt. Naiv? Vorab habe ich aber erst einmal eine Ausbildung zum Zimmerer im traditionellen Fachwerkbau im schönen Wendland abgeschlossen. Eine unglaublich prägende und intensive Zeit, an die ich bis heute viel zurückdenke und die bis heute sehr wichtig für mich ist, da ich viel über mich gelernt habe. Mein Chef war auch Architekt und ich dachte, ich wüsste so ungefähr was mich erwartet.

Der Beginn einer Reise

Danach habe ich Architektur an der TFH Berlin/Beuth Hochschule für Technik studiert - und schon früh gemerkt, dass mir das Studium zwar sehr viel Spaß gemacht hat, die Realität im Büro eher weniger. Trotzdem habe ich das Studium beendet. Ein Neustart wäre auch finanziell nicht ohne weiteres möglich gewesen. Nach einigen Jobs als Freelancer habe ich mich früh mit zwei Kollegen und dem Büro stereoraum Architekten selbstständig gemacht. Das Büro gibt es nach wie vor und steht auch immer noch für gute Planung und nachhaltige Architektur (ein wenig Werbung muss sein). Aber ich war noch nicht bei meinem Potenzial.

Es ist nie zu spät für Veränderungen

Vom Anwender einer Branchensoftware für Architekten bin ich Anwendungstrainer geworden. Auf einmal spürte ich, dass ich in der Betreuung und Begleitung der Kunden, meine Talente und Fähigkeiten einbringen konnte. Es war eine intensive Zeit, in der ich dann auch eine einjährige Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation absolviert habe – ursprünglich mit der Intention, empathischer mit frustrierten Kunden umgehen zu können, begann die noch tiefere Reise zu mir selbst. Es folgte eine kurze Episode als Produktmanager/Productowner und UI/UX-Designer in einem selbstverwalteten, agilen Software-Start-Up. Es war klar, dass dies nur ein Zwischenschritt zu einer grundlegenden Veränderung war.

Diese Reise endete vorerst mit der Weiterbildung zum Coach bei Coatrain und dem Beschluss mein integrales Angebot  von URPOTENZIAL zum Hauptberuf zu machen. Ich habe keinen der vielen Schritte bereut. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich etwas "weggeworfen" hätte. Ganz im Gegenteil. Alle Puzzlesteine und Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, der ich bin. Meinen heutigen Blick für das Ganze und das Zusammenspiel von vielen einzelnen Faktoren habe ich letztlich als Architekt gelernt.

Leben in Bewegung


Der Mensch kann mehr

Schon als Kind wollte ich Kampfsport machen, aber meine Eltern waren dagegen. Ich habe mir Bücher über Judo, Jiu Jitsu und Aikido ausgeliehen. Mich hat das Spiel mit dem Körperschwerpunkt fasziniert. Und ich hatte den Verdacht, dass wir Menschen bei weitem nicht unser volles Potenzial entfalten.

Mit dem ersten selbst verdienten Geld, habe ich mich dann viele Jahre dem WingTsun gewidmet und Erfahrungen gemacht, die mich in der Annahme bestätigt haben, dass wir Menschen viel mehr können, wenn wir uns vertrauen und nicht alles rational erschließen wollen. Und dass das wirklich fast jeder kann - nicht irgendein Superheld.

Später, als es keine WingTsun Schule in Reichweite mehr gab, ging es dann ins Fitnessstudio - von den ersten intensiven Wochen bis hin zur typischen Alibi-Mitgliedschaft. Nebenher ein wenig Kletterhalle und Bouldern - der Überhang war mein Feind.

Auf dem Weg zu Natural Movement

Mit Beginn der Functional Training Welle gab es auf einmal das Angebot für Kettlebell- und Schlingentraining und ich wurde fit. Ich habe mich das erste mal mit den Möglichkeiten von Trainerausbildungen beschäftigt. Aber etwas fehlte mir - ich wollte noch natürlicher und ursprünglicher trainieren bzw. das große Ziel hinter einzelnen, isolierten Übungen sehen. Dann entdeckte ich MovNat und sah das Video "The workout the world forgot" und war völlig fasziniert. Genauso sollte es für mich sein. Es geht um lebensdienliche, absichtsvolle und effiziente Bewegung. Zwei Jahre später hatte ich dann die Gelegenheit beim ersten MovNat-Workshop von Bernd Reicheneder in Berlin dabei zu sein und genau an meinem 40. Geburtstag habe ich nach fünf intensiven Workshop-Tagen meine Prüfung zum MovNat Certified Trainer Level 2 abgelegt und bin außerdem zertifizierter Fitnesstrainer mit B-Lizenz.

Seitdem lebe ich mit Natural Movement einen bewegten Alltag. Ich verbinde mein Bewegungsangebot mit vielen Einflüssen meines Weges - Kettlebell-Übungen mit Natural Movement kombiniert, machen z.B. irrsinnig viel Spaß. Ich habe mich zu einem regelrechten Bewegungs-Nerd entwickelt. Als Spezialdisziplin habe ich dann noch das Natural - und Barefootrunning für mich entdeckt. Aber es ist nicht immer alles kraftvoll, dynamisch oder explosiv. Ich lege auch viel Wert auf leichtes Mobilisieren, Dehnen und sanftes Bewegen. Ich kann deshalb behaupten, dass ich in meinen vierziger Lebensjahren fitter und gesünder bin, als mit Anfang zwanzig. Und der Überhang beim gelegentlichen Bouldern ist auch kein Thema mehr.

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Integrale Resilienz


Ich bin zu jung für Bluthochdruck

Oft genug habe ich in meinem früheren Beruf als selbstständiger Architekt mit zitternden Fingern über der Tastatur gesessen und mich gefragt, wie ich das eigentlich alles schaffen soll. Abgrenzen und NEIN sagen habe ich auch erst viel später gelernt. Der Stress wurde von mir teilweise durch Essen kompensiert, dazu kam wenig Bewegung. Ich war Ende zwanzig, übergewichtig mit Bluthochdruck. Beim sporadischen Laufen hatte ich auf einmal Gelenkschmerzen, dazu eine erste Sinnkrise. Vier Jahre Studium für einen Beruf, den ich auf einmal nicht liebte.

Es war ein langer Weg und dem Folgen der inneren Stimme, der mich zu meinem Weg der Resilienz geführt hat. Ich hatte bisher immer tolle und inspirierende Lehrer aus den unterschiedlichsten Bereichen. Mir ist die Umsetzbarkeit immer wichtig. Mit zwei kleinen Kindern und Beruf sind die Zeitfenster häufig zu gering, um es mir jetzt mal für eine schöne ausgiebige Meditation gemütlich zu machen. Ich habe mich intensiv mit Atmung und natürlich menschlicher Bewegung auseinandergesetzt, aber auch vielem traditionellen Wissen aus der Wildnispädagogik.

Was braucht mein Körper gerade?

Muss eine kurze, aber intensive körperliche Überspannung abgebaut werden - dann ist ein knackiges Bewegungsprogramm vielleicht genau das Richtige. Schwirrt der Kopf, gehe ich auf einen langen Spaziergang oder zu einem Lieblingsort in der Natur, damit der Kopf Zeit zum Arbeiten hat. Eine kurze Aufregung oder Nervosität kann ich je nach Situation mit unterschiedlichen Methoden wegatmen. Ich versuche nach emotionalen Situationen mein Bedürfnis hinter Ärger, Wut oder Enttäuschungen zu verstehen und die Situation zu reflektieren. Am besten aber ist es, sich auch ohne Auslöser und besonderen Grund immer wieder etwas Gutes zu tun. Kurzes Innehalten, einen besonderen Moment würdigen, eine Pause für eine kurze Atemsitzung nutzen oder eine kleine Bewegungseinheit einlegen.

Die Bedeutung der Ernährung kam für mich dazu und rückt auch in letzter Zeit stärker in den Fokus der Medizin. Mit Ernährung schaffe ich einfach die Basis. Es ist unser Treibstoff und die Quelle der Energie, die wir zur Verfügung haben.

Resilienz bedeutet für mich nicht, dass ich jeden Tag mit enormer Energie durch die Welt laufe, sondern dass ich die Signale meines Körpers erkenne, mich im Alltag bestmöglich versorge und Methoden für die unterschiedlichen Auslöser zur Hand habe, um überwiegend ausgeglichen und optimistisch dem Leben zu begegnen. Außerdem möchte ich mental stark und zäh sein, wenn es die Situation erfordert. Schlussendlich ist es aber mein Ziel, mehr in Entspannung als Anspannung zu leben. Als Vater von zwei wilden Kerlen weiß ich auch um die Herausforderung, die das mitunter bedeutet.

Natürliche Ernährung


Essen ist großartig

Ich genieße das Essen. Ich liebe es, zu essen. Das gemeinsame Essen hat in meiner Familie immer einen großen Stellenwert gehabt. Und ich habe immer schon gerne gekocht. Gerade als Dienstleister bedeutet Essen, mir selbst etwas Gutes zu tun. Ich kann außerdem wunderbar dabei abschalten. Ich bin zu keiner Ernährungsform konvertiert, behaupte aber nicht, dass ich alles esse. Mit liegt nur jegliches Dogma und das damit verbundenen schlechte Gewissen bei Abweichungen fern.

Es gab aber auch immer wieder andere Zeiten. Gerade beim Start in den Beruf. Gekauftes Essen am Schreibtisch - Hauptsache schnell. Süßigkeiten, Kaffee als Grundgetränk, Pommes zum Überbrücken der Wartezeit auf die nächste Bahn, wenig Bewegung. Übergewicht.

Ich liebe Nudeln - aber ...

Ausprobiert habe ich im Laufe der Zeit einiges. Heute esse ich viel Gemüse, Linsen und andere Hülsenfrüchte, selbst gebackenes Vollkornbrot, Eier von den eigenen Hühnern, wenig Fleisch, Joghurt, Käse und Olivenöl. Ich achte, wenn möglich, auf die Herkunft der Produkte und darauf, dass keine merkwürdigen Zusatzstoffe enthalten sind. Das bedeutet aber nicht, dass ich nie Kuchen oder Torte esse oder keine schöne Portion Nudeln. Nur nicht jeden Tag. Meine Ernährung ist möglichst vielseitig. Auch beim Essen versuche ich nicht in Routinen zu verfallen, sondern nach dem tatsächlichen Bedürfnis zu schauen.

Essinstinkt und gesundes Essen sind eigentlich einfach

Als ich angefangen habe mich mehr mit Ernährung auseinander zu setzen, wurde es irgendwie immer komplizierter. Die Ansätze bestimmter Ernährungsphilosophien wie Paleo, hatten dann den Reiz des vermeintlich einfachen. Empfehlungen der DGE sind zu pauschal und vielfach kritisiert. Was mich immer gestört hat - es kam das schlechte Gewissen, wenn ich von irgendwelchen "Vorgaben" abgewichen bin. Ich empfand es auch nicht als sozialverträglich. Also habe ich mich noch etwas mehr mit der Thematik beschäftigt und heute empfinde ich es viel einfacher mich gesund, natürlich und vielseitig zu ernähren. Es ist nämlich tatsächlich relativ einfach. Finde ich zumindest. Und mein Ziel ist in erster Linie eine gesunde Ernährung, danach möchte ich mein Gewicht halten. Es geht mir nicht darum einen supergeringen Körperfettanteil zu haben oder neudeutsch "lean" zu sein.

Es geht mir um den natürlichen Essinstinkt (dazu gehört auch der Trinkinstinkt), den jedes Tier hat und wir Menschen eigentlich auch.