Will ich wirklich?

Nein sagen will ich wirklich

Heute möchte ich Dir ein kleines und ganz unscheinbar wirkendes Coaching-Tool vorstellen, dass es aber tatsächlich in sich hat. Eine kleine Coaching-Chili sozusagen, mit der sich jeder hinterfragen kann, ob er/sie wirklich will.

Ich würde ja schon wollen, aber …

Ganz häufig geben wir die Verantwortung für unser Handeln an eine andere Instanz ab. Im Coaching höre ich häufig Formulierungen wie: „Ich will ja, aber …“, oder „ich hätte ja schon gewollt, aber …“

Meistens gibt es dann Gründe oder Personen, warum das Wollen wirklich nicht geht. Eine klassische Erwiderung meinerseits sieht dann z.B. so aus: „Was hast Du Dir stattdessen für ein Bedürfnis erfüllt?“

Was folgt, ist oft ein langes Schweigen.

Für die eigenen Bedürfnisse einstehen

Eine Grundannahme in der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) ist, dass ich (und nur ich) für meine Gefühle und Bedürfnisse verantwortlich bin. Es gibt auch meistens mehrere Strategien, ein Bedürfnis zu erfüllen. Einige sind bequemer als andere und für manche Strategien „brauche“ ich jemand anderen. Sofern dieser jemand aber nichts davon weiß, kann die Bedürfniserfüllung ziemlich lange dauern oder gar nicht erfolgen. Man könnte auch sagen, dass man das Schicksal bemüht. Auch gibt es immer mehrere konkurrierende Bedürfnisse, zwischen denen ich eine Abwägung treffe. 

Klingt kompliziert – ist es nicht? In dem Tool, dass ich Dir jetzt zeige, geht es vor allem darum, Dir bewusst zu machen, dass es an Dir liegt, für welches Bedürfnis Du Dich entscheidest.

Tool KDW-Fragen

Es nennt sich KDW-Fragen (nicht das Kaufhaus, das ist das KaDeWe!). Die Fragen sind:

  • Kann ich?
  • Darf ich?
  • Will ich wirklich? Was will ich ggf. stattdessen

Sofern Du gesund bist und nicht irgendwelche körperlichen Einschränkungen dagegen sprechen, kannst Du grundsätzlich! Natürlich können Voraussetzungen, die Du momentan nicht beherrschst, zunächst dagegen sprechen. Wenn Du also wirklich willst, aber aktuell nicht kannst, wirst Du Wege finden.

Du darfst auch, wenn Dein Handeln nicht gegen Regeln oder Gesetze verstößt. Wenn Du Dir dagegen selbst etwas verbietest, sind oftmals hinderliche Glaubenssätze am Werk. Dazu werde ich bei Gelegenheit etwas schreiben.

Es wird also offensichtlich, dass das Delegieren der Verantwortung nicht funktioniert. Es bleibt also die Frage, ob Du wirklich willst. Auch gegen Widerstände. Dabei geht es nicht immer um eine sofortige Bedürfniserfüllung, sondern dass Du etwas so sehr willst, dass Du auch den langen Weg gehst, aber Dein Ziel verfolgst. Momentan kann ein anderes Bedürfnis im Vordergrund stehen. Pausen zum Innehalten, Hinterfragen und Nachjustieren sind sogar deutlich zielführender, als das Ansetzen der Brechstange.

Wenn Du also wirklich willst, sollte die Formulierung besser lauten: „Ich will, und …“

Passend dazu gibt es den Postkartenspruch:

Wer will, findet Wege.

Wer nicht will, findet Gründe.

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